Juni 2018

Eine Woche Norwegen

Im Juni war es mal wieder soweit. Es ging nach Norwegen. Genauer gesagt nach Bessaker. Das liegt ca. 150 Kilometer nördlich von Trondheim. Wir hatten dort mit 6 Leuten (fünf davon aus unserem Verein) ein Haus und zwei Boote (17 Fuß/50PS und 19 Fuß/70 PS)

Die Anreise verlief problemlos. Tornesch- Frederichshavn-Oslo-Trondheim Fjord. Vor dem Trondheim Fjord haben wir meist noch eine längere Pause gemacht, da die erste Tour der dortigen Fähre erst um 6 Uhr startet. Dieses Jahr kamen wir um 3.30 Uhr an. Wir wollten uns gerade für die Nachtruhe klar machen, da kam eine Frau aus der Fähre, machte die Schranke auf und winkte uns zu. Wir haben zurück gewinkt. Aber nee, nee. Wir sollte auf die Fähre fahren.Das taten wir denn auch. Und es war schon erstaunlich, wie eine Persion, in diesem Fall eine Frau, eine riesen Fähre ( Bestimmt eine Kapazität von weit über 100 Fahrzeugen) lenken kann. Die letzten 100 Mete bis zum Anlegen wurde nur mit dem Bildschim und der Fernbedienung gefahren. Auf der Nordseite angekommen erfuhren wir dann auch, wieso wir zu dieser Exklusivfahrt gekommen waren. Nach einiger Zeit kam ein Krankenwagen angefahren, der wohl einen Patienten nach Trondheim bringen sollte.

Ein Teil der gewonnenen Zeit ging dann wieder verloren, weil unsere beiden Fahrer meinten uns die Schönheit Norwegens zeigen zu müssen. Sie ließen sich erst nach 35 Kilometern davon überzeugen, das sie falsch waren.

Aber trotzdem kamen wir recht früh an. Das Einschecken und die Übergabe der Boote verlief auch problemlos. Diesmal kam jedoch noch eine Erklärung des neuen Fangbuches, was ab 2018 geführt werden muß dazu.

Schon im Vorfeld und bei der Anfahrt hätten wir uns über das Wetter informiert
Wobei festgestellt werden konnte, 5 Apps, 5 verschiedene Wettervorhersagen. Alle sagten aber nichts gutes für das erste Wochenende voraus.
Wir versuchten es am Samstag jedoch trotzdem. Und es ging. Zumindest bis zu Stellen vor den Scheren, an denen wir in den letzten Jahren gefangen haben.
Dieses Jahr war es jedoch nicht so toll. Wir fingen nur einige wenige Fische.
Die 5 Dorsche, die wir hatten, wurden uns abends lecker zubereitet von Manni serviert.
Sonntag sollten dann alle Wettervorhersagen wiederlegt werden. Nach einem tollen Frühstück ging es raus auf Meer. Die erste Stellen, Thomas hat sie mal "Steile Wand" genannt, mußte wegen des Wellengangs noch langsam angefahren werden. Hier hatten wir wie am Vortag aber nur ein, zwei Fische.. Also weiter zu den drei Bergen, auch "Pilkers End" genannt. Einmal runter getrieben. nichts. Vielleicht stehen sie ja an der anderen Seite. Also einmal rauf getrieben. Auch nichts.

Also weiter. Zum Rauten. Hier haben wir bei ca 80 Meter Tiefe gehalten. Thomas hat nicht weit von uns angefangen zu angeln. Wir hatten einen Lumb. dann haben wir nochmal versetzt. Wieder auf 80 Meter. Wieder nichts. Das ging so nicht weiter. Wir wollten die Strategie ändern und es mal bei 30 Meter versuchen. So sind wir also zu Thomas gefahren, um Bescheid zu sagen, das wir ein Stück weg fahren. Dort erfuhren wir dann, das Thomas Boot schon 10 Seelachse gefangen hat. Auf dem Echolot sahen wir, das sie bei weit über 100 Meter Tiefe angelten. Also haben wir auch angefangen bei  100 bis 150 Meter zu angeln. Auf dem Echolot erschienen immer wieder Punkte bei 60, 80 oder 100 Meter. Die Angelei war zwar anstrengent, aber die Kisten füllten sich schnell. Meist mit Seelachs (zwischen 1 und 4Kilo) Jörg und ich fingen je einen Rotbarsch. Als wir alle Kisten voll hatten haben wir Schluß gemacht.

Vorher

Zu Hause angekommen geht es dann wie immer. Zuerst werden die Fische versorgt. Thomas und ich machen die Fische nackig. Ralf Krompholz zieht den Räuberfilets dann die Haut über die Ohren. Ralf Lange macht dann die Endbearbeitung.  Danach ist der Nachweis, das es sich um Fisch handelt, anhand von Greten nicht mehr zu erbringen. Jörg wäsch, sortiert und trocknet die Filets dann. Nicht genannt ist hier Manni. Er bereitet wie immer das Essen vor an diesem Sonntag sollte es Nackenbraten geben. - Lecker -

Nacher

Danach gings dann ans Verpacken. Natürlich gestärkt durch Kräutersaft.

 

Montag war zunächst gutes Wetter angesagt. Später sollte es dann windiger werden. Also haben wir Abends noch die Boote betankt. Montag war dann frühes Aufstehen angesagt. Nach dem Frühstück ging es dann los. Ententeichwetter. Also wieder raus zum Rauten. Und es ging so weiter wie am Vortag. Geangelt bei 100 bis 150 Meter und Punkte (Fische ) bei 60 bis 120 Meter. Schnell füllten sich die Kisten. Meist mit Seelachs(Bis 5kg). Aber auch einige Schellfische und Pollack gingen an den Haken. Jörg und ich hatten wieder je einen Rotbarsch. Ralf hatte einen Dorsch von 4 Kilo. Jörg hat beim angeln mit Naturködern neben einigen Lumb auch einen Leng von 3,5 Kilo gefangen. Mein Versuch gezielt auf Rotbarsch zu angeln schlug fehl. Beim ersten herunter lassen fingen ein Pollack und ein Seelachs die Köder ab. Beim zweiten mal war es ein Hai. Mein erster überhaupt. Aus den Schillerlocken würde jedoch nichts, da Dornhaie ganzjährig geschützt sind.


Inzwischen hatte der Wind aufbriest. Der Wetterbericht sollte also mal richtig gelegen haben. Also beschlossen wir nach Hause zu fahren. Da der Wind von Land kam durfte dies auch kein Problem sein. Für Thomas mit dem größeren und höheren Boot war es das auch nicht. Meine Mannschaft war jedoch kurz vor der Meuterei. Nene bischen wasserscheu waren die schon. Die Zigarette könnte ja ausgehen. Also zunächst gegen den Wind gefahren um dann unter Land quer zum Wind zu fahren.  So sind wir dann auch zurück gekommen.


Dienstag und Mittwoch war starker Wind angesagt. Dienstag morgen ging es jedoch noch. Also fuhren wir raus. Zwar erreichten wir die Stellen weit draußen nicht, dafür aber Stellen, an denen wir in der Vergangenheit schon gut gefangen haben. Den Tag lief es jedoch nicht so gut. Nur wenige Fische ließen sich überlisten.
Außer dem Wellengang waren die Verhältnisse eigentlich gut. Wir sahen zwar in der Ferne dunkle Wolken vorbeiziehen und starken Regen an Land, aber über uns war blauer Himmel und Sonnenschein. Dann drehte sich der Wind und briste auf. Wir entschlossen uns zurück zu fahren. Keinen Moment zu früh. Als wir zurück im geschützten Hafen waren, war der Wind schon so stark, das wir Probleme beim anlegen hatten.

Mittwochs war an ein rausfahren nicht zu denken. Thomas und ich versuchten es nochmal vom Ufer in der Fahrrinne. Vor uns trieb ein Boot mit zwei Anglern. Wir haben es mit dem Pilker versucht. Nach einiger Zeit fing es in der Nähe des Ufer auf einmal an zu brodeln. Ich hab natürlich gleich versucht da mit dem Pilker hin zu kommen. Hat aber nichts gebissen. Als sich das Brodeln denn weiterbewegte kam schon die Frage auf, was ist das? Ein Wal, der Luft ausbläst? Luft! So langsam dämmerte es. Hatten wir doch auf dem HinwegJede Menge Sauerstoffflaschen zu Tauchen auf einer Terasse gesehen. Es waren also Taucher und das Boot mit den Anglern gehörte dazu. Da hat aber jemand Glück gehabt, das Ich die Ursache des Brodelns an der Oberfläche vermutet habe und nich mit dem Pilker über den Grund gezogen habe. Und überhaupt tauchen bei 8-10 Grad Wassertemperatur.

Thomas hat später bei uns vom Steg noch einen schönen Pollack gefangen.

Für Donnerstag war Windstille angesag, bevor es am Freitag wieder Sturm anlag. Wir wollten also raus, weit ras. Also losgefahren. Und siehe da, es war garnicht so windstill. Mit 10 km/h (Die Boote können bis zu 40 km/h) ging es. Aber das hätte gedauert. Irgendwann kam Thomas dann längseits und meinte, sie wollten jetzt noch nicht raus. Also abgebogen zu einer Stelle, an der wir in der Vergangenheit schon so oft waren. In diesem Urlaub allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Und siehe da heute war es anders. Wir fingen auch hier. Erstmals in diesem Urlaub auch gut Dorsche. Den "Fisch" des Tages fing Ralf Lange gleich zu Anfang: Eine Krake.

Nach einiger Zeit sind wir denn weiter. erstmal zur "Steilen Wand" . Und auch hier gab es auf einmal viel Fisch. Zwei Driften und unsere Kisten waren voll. Der Wind hatte inzwischen soweit nach gelassen, das wir auch weiter herrausfahren könnten. Aber was sollten wir mit noch mehr Fisch. Wir machten also Schluß. Zu Hause war denn erstmal  schlachten angesagt.



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 Der Artikel ist noch nicht fertig.

Fortsetzung folgt.

 

 

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