Am 25. Juni sind wir mit unseren Raubfischanglern aus der Jugendgruppe nach Hamburg zum Street-Fishing gefahren. Treffpunkt war der Tornescher Bahnhof morgens um acht. Unser Zug ging um 08:28 Uhr direkt zum Hamburger Hauptbahnhof. Ich habe drei Gruppenkarten für die 1.Klasse gekauft, und los ging´s.

Vom Hamburger Hbf sind wir mit der U4 zur Haltestelle Hafencity Universität gefahren. Dort haben wir uns mit unseren Guides getroffen...

Tim, einer unserer Mitglieder vom SAV hatte seinen Kollegen Jannik mit ins Boot geholt und die beiden haben sich bereit erklärt, uns die Elbe und Fleete zu zeigen und uns zum Fisch zu bringen. Und die beiden wissen, was Sie da machen…

Tim und Jannik haben erst mal Gewässer und Fischkunde für die Elbe gemacht, dann Knoten und Köder erklärt. Wie verbinde ich die Flourcarbonschnur mit einer geflochtenen Schnüre und warum überhaupt Flourcarbon, Köderfarben, Größen und Laufverhalten, Faullenzermethode oder doch aktives Fischen? Das war sehr interessant gemacht und super erklärt. Und so konnte es dann endlich losgehen.

Angefangen haben wir am Versmannkai, systematisch einmal alles abgefischt und weiter. Nächste Station am Buenos-Aires-Kai und dann an die Elbtorpromenade.

Die Fische wollten nicht so richtig, aber der Tag war ja noch lang, und wir suchen weiter. Es ging weiter zu den nächsten Spots, Magellan-Terrassen, Sandtorhafen bis zur Elbphilharmonie. Tim und Jannik haben zwischendurch immer wieder erklärt, Knoten gebunden, Köder gewechselt.

Die ersten von uns hatten hier zu mindestens die ersten leichten Zupfer auf unsere Gummifische. Egal, weiter Kilometer machen. Nächster Halt: Kehrwiederspitze. Es wurde mittlerweile recht voll mit Touristen, und so mussten wir beim Laufen schon aufpassen, nicht den einen oder anderen Touri zu haken.

Nächster Spot war am Baumwall, unter der Niederbaumbrücke. Von oben hatten wir mittlerweile richtig viele Leute, die uns zugeguckt haben. Hier war auch keine Strömung mehr im Wasser und wir konnten einige Rapfen an der Oberfläche sehen, die auf Beutezug waren. Das ist Tim natürlich nicht entgangen und er hat schnell auf einen flach laufenden Wobbler umgestellt. Und dann kam es: „Fisch“… das war mit Ansage! Ganz schnell wurde hier von Gummi auf Wobbler gewechselt.

Länger als eine halbe Stunde waren wir bis jetzt an keinem Spot, ein, zwei Mal alles Abfischen, wenn nix kommt weiter, ein echtes Street-Fishing eben. Einige Bisse hatten wir, mit Bissspuren am Gummi. Und so sind wir auch gleich weiter Richtung Alsterfleet bis zur Brücke unter der Ludwig-Erhard-Straße. Zwischendurch haben wir immer mal einen kurzen Wurf gemacht. Das ist Jannik sein „Mittagspausenspot“, und er sagte schon, dass er hier mehrmals Glück gehabt hat  und schon einige Zander überlisten konnte. Die Wassertiefe betrug jetzt unter zwei Meter, und so konnten wir auch auf Jig-Köpfe um die 10 Gramm umsteigen und kleinere Gummifische aufziehen, die Strömung war gleich null. Und es ging unter der Brücke auch gleich gut los. Simon hatte nach ein paar Minuten einen Biss und konnte einen 56er Zander aus dem Fleet zaubern. Das hat natürlich die anderen gleich angespornt…

Gleich im Anschluss hat es dann bei Pascal an der Rute gezappelt, zwar ein kleiner, aber Zander.

An der Oberfläche konnten wir hier ganze Schwärme von Kleinfisch sehen, und auch viele jagende Fische. Teilweise direkt unter uns sind schwarze Schatten in die Schwärme gestoßen… Fabian hat Bekanntschaft mit zwei Hechten gemacht. Tim war es dann wieder, der kurz umstellte und einen Spinner montierte. Gezielt die Stellen angeworfen, an denen sich die Fischbrut aufhielt und es dauerte diesmal nur zwei Würfe bis es wieder hieß: Fisch… es kam ein schöner 40er Barsch an Land…

Wir waren ja direkt unter der Ludwig-Erhard-Straße und es fing auf einmal an, verdammt laut zu „knattern“, da war was… Harley Days. Muss man ja mal kurz gucken.

Mittlerweile war es schon nachmittags, wir zogen weiter am Fleet Richtung Alster hoch. Immer wieder kurz angehalten, probiert und weiter. Bisse hatten jetzt immer mal wieder. Es waren schon viele auswärtige Polizisten in der Innenstadt unterwegs, die Blicke der bayrischen Beamten waren schon lustig… Ich habe gelernt, dass sich ein Zanderbiss hier eher wie ein „Shit, ich hab einen Hänger“ anfühlt… und natürlich voll verhauen. Bis zur Alsterschleuse am Rathausmarkt sind wir dann noch gelaufen und haben gefischt.

Um 16.00 Uhr haben wir dann Schluss gemacht und den Dönermann auf dem Rathausmarkt völlig überfordert… Jannik und Tim haben sich verabschiedet und sind mit dem Auto nach Hause. So langsam mussten wir uns ein wenig beeilen, um unsere Bahn um 17:06 Uhr am Hauptbahnhof zu erwischen. Da einige noch am Essen waren, mussten wir zum Hbf laufen. Glücklicherweise hatte die Bahn 5 Minuten Verspätung und so sind wir bepackt mit unseren Angeln gerade noch rechtzeitig rein in die Bahn. Das 1.Klasse Abteil besetzt und ab nach Hause. Um halb sechs waren wir wieder in Tornesch.

Einen ganz großen Dank an Jannik und Tim! Wir haben viel gelernt und einen tollen Tag in Hamburg erlebt! Das war ein Event, das in Erinnerung bleibt!

Danke Euch beiden!

 

 

 

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